Arbeitsplatz unter dem Obstbaum? Wo werden wir zukünftig arbeiten?

Arbeitswelt erstellt von DESIGNERDOCK-Redaktion

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Arbeitsplatz unter dem Obstbaum? Wo werden wir zukünftig arbeiten?

Zu behaupten die Pandemie hätte etwas Gutes gehabt wäre fatal, aber man muss zugeben, dass es in einigen Bereichen zum Umdenken geführt hat.

Von zu Hause aus arbeiten war für Arbeitgeber*innen, aber auch Arbeitnehmer*innen bisher nur in Einzelfällen möglich und eigentlich auf Dauer nicht vorstellbar. Auch die Büros von DESIGNERDOCK Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Düsseldorf, Frankfurt und Wien haben seit Anfang 2020 größtenteils von zu Hause gearbeitet. Doch langsam kehrt das Leben in die Büros zurück und das ist gut so. Ja, das ist sogar richtig schön.

Denn viele Gespräche würden sonst so nicht statt finden. Denn greift man wirklich für jedes Anliegen zum Telefonhörer? Sicher nicht. Der Austausch unter Kollegen*innen ist so wichtig, nicht nur zwischenmenschlich sondern auch für die Arbeit. Und kann das die Remote-Arbeit auffangen? Als Menschen brauchen wir Zugehörigkeit und die entsteht auch über den Ort.

Laut Erhebungen des Umfrageinstituts Yougov sprachen sich zwei Drittel der Deutschen für eine Weiterführung der Option auf Homeoffice aus. Doch nur jeder Dritte will nach dem Ende der Pandemie regelmäßig auf Videokonferenzen zurückgreifen und wieder zwischen digitalen und Präsenz-Meetings unterscheiden. Auch das Wiederkehren der Privatsphäre und die klassische Trennung zwischen Arbeits- und Wohnort wird von vielen sehnsüchtig erwartet.

Wo also werden wir zukünftig arbeiten? Gerade für Kreative sind oft ungewöhnliche Orte wichtig und das NWX Magazin sprach über die sogenannten „third places“ an denen unter Bäumen magische Dinge passieren. Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich in meiner kleinen Gartenlaube am Stadtrand von Berlin und tippe in meinen Laptop. Auch in der Stadt und dem Großstadtgewusel muss es zukünftig Orte geben, an denen Talente Lust haben zu arbeiten. Das wird die Arbeitgeber in den nächsten Monaten, ja wenn nicht sogar Jahren beschäftigen.

Jetzt zeigt sich langsam, was sich durch die Krise dauerhaft verändert hat, welche Arbeitsweisen sich bewährt haben und welche Dinge so langsam wieder zurückkehren. Dazu sollte sich jeder die Frage stellen, was besonders am mobilen Arbeiten geschätzt wurde und wie es im Arbeitsalltag erhalten bleiben kann. Auf der anderen Seite, was hat gefehlt und wofür lohnt es sich wieder ins Büro zu gehen? Am Ende gilt es das Beste aus beiden Arbeitswelten zusammenzubringen.

Ich bin gespannt, und solange genieße ich den Anblick in die Zweige meines Apfelbaumes.


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