Content bleibt König – Die aktuellen Trends im digitalen Marketing

Arbeitswelt erstellt von Alexander Eß

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Die gute Nachricht an alle Content-Schaffenden haben wir schon vorweggenommen. Content ist und bleibt der entscheidende Faktor um im Trend zu bleiben. Und zwar gut geschriebener Content. Wie der genau aussehen sollte und was sich im digitalen Marketing gerade tatsächlich verändert, dazu hier ein schneller Überblick.

Intelligentes Marketing setzt auf künstliche Intelligenz

Die magischen Buchstaben KI sind aus der Debatte um alles Digitale nicht mehr wegzudenken. Auch im Marketing taucht die künstliche Intelligenz an vielen verschiedenen Stellen auf, zum Beispiel als Chatbots. Sie bedienen auf hocheffiziente Art das wichtigste Bedürfnis der meisten Kunden*innen, nämlich, dass auf ihre individuellen Fragen in Echtzeit eingegangen wird. Jedes Unternehmen, das Wert auf Kundenpflege legt, sollte Chatbots in seinen Internetauftritt integrieren.

Auch im Influencer-Marketing wird KI eine Rolle spielen. Sie macht nicht nur die Auswahl der geeignetsten Influencer einfacher, sondern erlaubt auch eine genaue und fehlerfreie Einschätzung der Performance. 
Nicht zuletzt beim Personalisieren von Content - User erwarten immer mehr eine auf sie zugeschnittene Ansprache -  ist die künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch. Schließlich kann sie weitgehend in Echtzeit Unmengen von Parametern interpretieren.

Video killed the Sales Presentation

Weil immer mehr Kundenkontakte mobil stattfinden, muss sich die Ansprache an kleine Bildschirme, kurze Aufmerksamkeitsspannen und ein höheres Ablenkungspotenzial anpassen. Eine ausführliche, schriftliche Präsentation auf Webseiten oder in E-Mails scheint da weniger angebracht.

Gefragt sind schnelle, verständliche Erklärungen, die auch auf dem kleinen Bildschirm funktionieren und im Bestfall die visuelle Präsentation durch eine Audiokomponente ergänzen, kurz: Videos. Und die meisten Firmen erfüllen ihren Kunden diesen Wunsch. Rund 93% der Unternehmen, die digitales Marketing betreiben, setzen inzwischen auf Video-Content, 84% davon berichten Erfolge. 

Die leichte Kost für unterwegs wird zunehmend noch besser verdaulich gemacht, indem die Länge der Videos immer weiter sinkt, und somit tatsächlich auch bessere Durchsichtsraten erreicht. Inhalte wie Instagram-Stories, die nur vorübergehend zur Verfügung stehen, nutzen zudem das Phänomen FOMO (fear of missing out) und vertiefen gleichzeitig das Gefühl der individuellen Verbundenheit.

Viel hilft viel …

Von Multi- oder Omnichannel-Ansprache spricht man, wenn man gleichzeitig über Blog, Webseite, Social Media, Messenger und weitere Kanäle mit den Kunden*innen kommuniziert. Durch den Wunsch nach einer individuellen und interaktiven Kommunikation, wird diese Art der Diversifizierung immer wichtiger.

… aber weniger ist mehr …

Der Trend Privacy Marketing steht dafür, dass man die Privatsphäre der Person respektiert, indem sie nur dann angesprochen wird, wenn diese Ansprache auch erwünscht ist.

Hierbei wird zum Beispiel Geofencing, also das Targeting auf Personen, die sich tatsächlich in unmittelbarer Nähe eines Geschäfts befinden, weiter an Relevanz gewinnen. Genau wie Mikro-Influencer, die nur sehr wenige Follower, aber diese mit belastbarerem Verhältnis haben.

Alles in allem ein in erster Linie für Kunden erfreulicher Trend, der weitere tiefgreifende Auswüchse hat. Apple hat beispielsweise den Tracking-Pixeln in E-Mails den Kampf angesagt, Google unterstützt Cookies von Drittanbietern nur noch bis 2023.

… und am Ende gewinnt die Qualität

Natürlich spielt auch Quantität eine Rolle: Zum Beispiel bei längeren Textbeiträgen für Detailinteressierte. Ein langer Text generiert in der Regel auch mehr Backlinks (und somit weiteren Traffic). Bei Texten über 3000 Wörtern sind es doppelt so viele wie bei Texten unter 1000 Wörtern. 

Allerdings entscheidet über die Sichtbarkeit in Suchergebnissen noch immer die inhaltliche Beschaffenheit des Textes. Dabei ist auch die Suchmaschinenoptimierung im Wandel, weil sich die Nutzungssituation in Richtung Mobile verschiebt. Auch Voice Search spielt hier eine immer größere Rolle.

Der neue heilige Gral der Websuche sind Googles hervorgehobene Snippets. Diese sogenannten klicklosen Ergebnisse gewinnen immer mehr an Bedeutung. Längst enden mehr als die Hälfte aller Suchanfragen vor dem Klick auf ein Ergebnis, weil eben dieses Snippet, das noch vor dem ersten „echten“ Suchergebnis angezeigt wird, die Frage des Nutzers bereits beantwortet hat. Erfolgt dann doch noch ein Klick, dann meist hin zur Quelle dieses Snippets.

Der Weg zu diesem neuen Top-Ranking führt laut Google aber nach wie vor über dasselbe Prinzip: EAT – das steht für Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit, die ein Text anhand seines Inhalts und seiner Datenstruktur ausstrahlen muss. 

Wer mehr zum Thema digitales Marketing wissen will, dem sei die Konferenz UX-Day empfohlen, die dieses Jahr am 14. und 15. Oktober online stattfinden wird. Und wir als DESIGNERDOCK sind natürlich auch mit dabei.

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