Teambuilding auf Distanz: So geht's!

    Arbeitswelt erstellt von DESIGNERDOCK-Redaktion

    © pic by shutter stock.com / Girts Ragelis

    Auch wenn das Homeoffice alle vereint, es ist immer noch eine Herausforderung für Teams, den Teamgeist aufrecht zu erhalten. Was kann man trotz Distanz tun? Wir haben uns umgehört und verspielte Lösungen gefunden.

    Teambuilding kann neue Wege gehen

    Das Homeoffice war für uns alle erstmal eine Umstellung, doch mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt. Wir haben gelernt, dass wir auch auf Distanz im Team produktiv sein können und gemeinsam Projekte bewältigen. Der erste Schock ist also vorbei. Aber was ist mit Teamkultur? Was ist mit den emotionalen Bedürfnissen? Lebt ein Team doch vor allem davon, dass man sich im physischen Raum begegnet. Es sind der direkte Austausch und die gemeinsame Erfahrung, an die wir gewöhnt sind – und all das müssen wir neu denken lernen. Teambuilding und eine gute Arbeitsatmosphäre gelingen auch auf Distanz, wenn man sich auf neue Tools und neue Wege einlässt.

    Ganz klar: Eine Herausforderung war die Weihnachtsfeier 2020. Wie soll das digital funktionieren? Noch mehr Zeit vor dem Bildschirm? Zugleich war sie für viele auch eine gute Gelegenheit, mit einem Event neue Methoden zu testen. Weihnachtsfeier einfach ausfallen lassen? Das war hier und da eine Option, aber viele Unternehmen und Agenturen haben sich trotz (oder gerade wegen) der aktuellen Situation neue Wege einfallen lassen, doch noch eine Mischung aus lustiger Jahresreview und Bildschirmparty auf die Beine zu stellen.

    Weihnachtsfeier digitalisieren: Ein voller Erfolg

    Wir haben uns umgehört: Die digitale Weihnachtsfeier war für manche die beste Weihnachtsfeier ihres Lebens. Wir haben mit einer Redakteurin gesprochen, die in einer Berliner Agentur größere Kundenmagazine und andere redaktionelle Inhalte betreut. Ihre Haltung zur Weihnachtsfeier war erst einmal abwehrend: Wird das überhaupt was? Und dann sollten auch noch alle von zu Hause aus bei einem Quiz mitmachen. Doch als es mit dem Spielen losging (und mit ein wenig Druck von ihrem Team), hatte sie Spaß und so wurde daraus eine ihrer Lieblingsweihnachtsfeiern.

    „Da hat sich eine ganz eigene Dynamik entwickelt“, berichtet sie. „Ich habe beim Spielen zum ersten Mal mit Menschen aus ganz anderen Abteilungen Kontakt haben dürfen.“ Und so finden sich Kreation und Buchhaltung plötzlich in einem Team und beantworten Quizfragen von Allgemeinbildung bis hin zu Betriebsinterna. „Es gab dieses Jahr auch keine Unternehmenspräsentation, das haben wir in den Januar geschoben.“ So wird der Weihnachtsfeier der Druck genommen – denn zu viele Inhalte vor dem Bildschirm kann niemand verarbeiten, das haben wir alle gelernt. „Nebenbei hingen wir alle auf Slack und konnten uns auch in kleinen Gruppen unterhalten. Das war dann wie auf der Toilette, wo man ins Lästern und Schnacken kommen kann.“

    Einen anderen Weg ging eine Agentur, die sich auf Influencer-Marketing spezialisiert hat. „Wir haben da richtig viel Mühe reingesteckt“, berichtet eine der Verantwortlichen. „Wir hatten eine Unternehmenspräsentation mit Jahresrückblick – und da waren einfach auch viele lustige Momente dabei. Einen Dresscode gab es auch: Oben hui, unten pfui“, berichtet sie. Auch das ist ein Weg, das Team zu stärken: Trotz der physischen Distanz gemeinsame Erlebnisse starkmachen. Auch hier wurde gespielt: Mit Scribbl.io, einem Tool, das Wörter vorschlägt, die dann gezeichnet werden müssen. Das Multiplayer-Spiel gibt 80 Sekunden Zeit pro Runde – Punkte gibt es für Schnelligkeit. Das Spiel hat sogar soweit Eindruck hinterlassen, dass im Team jetzt regelmäßig gespielt wird. „Dann klinken sich die Leute kurz aus und spielen für eine Viertelstunde, das macht den Kopf super frei.“

    Neue Formate erfordern Mut und Kreativität

    Außerhalb der Weihnachtsfeiern gibt es Raum für neue Formate und auch hier zeigt sich die Influencer-Agentur wieder erfindungsfreudig. Der monatliche Teamlunch wurde fix digitalisiert: Mit einem Gutschein für einen neuen Lieferservice, der nicht nur praktisch ist, sondern zugleich auch in Sachen Unternehmens-Purpose den Werten der Agentur entspricht, wurde eine Kooperation eingegangen. Jetzt können sich alle Mitarbeitenden zum monatlichen Teamlunch einfach etwas in ihren Kiez bestellen, gemeinsam essen und müssen sich keinen Druck beim Kochen machen. Ein weiterer Vorteil: Aus dem Teamlunch wird auch eine Möglichkeit, lokale Restaurants zu unterstützen. So trägt sich der Effekt des Teambuildings auch in die Nachbarschaft.

    Was wir daraus lernen können? Teambuilding auf Distanz funktioniert und es braucht dazu gar nicht viel. Wie auch im physischen Kontakt kommt es auf niedrigschwellige gemeinsame Erlebnisse an. Alles, was nicht direkt mit Arbeit zu tun hat, alles, was den Alltag ein wenig auflockert, hilft. Wer freut sich nicht über ein Mittagessen nach Wahl? Wer freut sich nicht über eine viertel Stunde Auszeit vom Alltag mit ein bisschen Spaß? Auf gute Zusammenarbeit!

    Kommentare (0)

    Keine Kommentare gefunden!

    Neuen Kommentar schreiben