„Nix gsagt, isch gnug globt“ - Wie Wertschätzung Dein Team inspiriert

    erstellt von Gastbeitrag von Kathrin Lamm, Applaus, Institut für Wertschätzende Kommunikation

    Pic by Prawny

    Gehst Du morgens gern in Deine Agentur? Freust Du Dich auf Dein Team? Hast Du Lust auf Deine Aufgaben? 
    Entscheidend für den Erfolg Deiner Projekte und für die Zufriedenheit der Kunden ist der Teamspirit in der Agentur. Es gibt nichts, was Kunden stärker verunsichert, als Unstimmigkeiten im Team oder zwischen Agenturführung und Mitarbeitern. 

    Sobald Stress, Termindruck und Fehler auftreten, geht in den meisten Teams der Spirit den Bach runter. Der Druck wird direkt an den Nächstbesten weitergegeben. Das ist dann das Gegenteil von inspirierender Zusammenarbeit. Freude, Kreativität und Effizienz bleiben auf der Strecke. 

    Wie lässt sich das verhindern? 
    Weil Stress, Termindruck und womöglich auch Fehler zum Agentur-Alltag gehören, braucht es eine wertschätzende Unternehmenskultur, damit Teams auch unter Druck noch gute Teams sind. Solch eine Unternehmenskultur kann man aufbauen.

    Und wie geht sowas?
    Niemand lernt in unserer Gesellschaft der Fehlersuchenden, wie man führt und kommuniziert ohne Druck auszuüben. Wenn Stress entsteht, geht oft der wertschätzende Umgang und der Respekt untereinander verloren. Uns fehlt das Vertrauen, dass jeder sein Bestes gibt. Schon beginnt sich Kritik, Gemecker und Frust auszubreiten. Eine gute Voraussetzung dafür, dass sich Mitarbeiter nicht mehr als Team, sondern als Konkurrenten verstehen.

    Erwiesenermaßen ist Wertschätzung der einzige Faktor, der Menschen wirklich motiviert. Nur in einer wertschätzenden Umgebung ist man bereit, sein ganzes Potential zur Verfügung zu stellen. Eine Grundbedingung in kreativen Prozessen.

    „Wertschätzung ist weniger ein ständiges Loben und Schmeicheln, als eine Haltung.“ meint Heike Hoch von Applaus, dem Institut für Wertschätzende Kommunikation. „Wenn ich davon überzeugt bin, dass alle ihr Bestes geben, drückt sich das in Wertschätzung und Respekt aus. Diese Haltung kann man sich aneignen, indem man die entsprechenden Kommunikations-Werkzeuge erlernt.“

    Kathrin Lamm (ebenfalls von „Applaus“) berichtet aus langjähriger Erfahrung in Agenturen: „In der Branche wird viel gearbeitet. Der Druck ist hoch. In der leistungsgetriebenen Atmosphäre wird Fehlern meist kein Raum gegeben. Ein Kollege hat kürzlich berichtet, dass ein Projektteam die Leistung optimierte, nachdem er es zur Auflage gemacht hat, dass jeder mindestens 1mal pro Woche einen Fehler, der ihm selber unterlaufen ist, reporten muss. Klingt ungewöhnlich, aber die Haltung Fehler zu zu akzeptieren, hat das Team motiviert!“

    > Hast Du Deinem Team schon mal gesagt, dass Fehler erlaubt sind?
    > Macht Ihr am Projektende eine Review mit Blick auf das, was gut funktioniert hat?
    > Wann hast Du Deinem Kollegen das letzte Mal gesagt, was Du an ihm schätzt?
    > Bist Du / ist Dein Team mit Rechthaben beschäftigt oder damit Lösungen zu finden?
    > Gibst Du auch Deinem Vorgesetzten mal eine positive Rückmeldung?

    Du wirst bessere Ergebnisse, zufriedenere Kollegen und Kunden bekommen und erleben, was Teamspirit heißt.

    „Clients do not come first. Employees come first. If you take care of your employees, they will take care of the clients.” 
    Richard Branson

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